Kontenmodell

Wie man auf diversen Websites lesen kann, macht ein Mehrkontenmodell aus diversen Gründen Sinn. Hier möchte ich euch mein Kontenmodell vorstellen.

Mein Kontenmodell basiert auf 4 Konten + 1 Depot:

Gehaltskonto mit Daueraufträgen/ Sparplänen

Mein Gehaltskonto dient als Eingang für meinen Haupteinkommenstrom. Von diesem Konto zahle ich alle laufenden Kosten wie, Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Auto etc. Hierzu nutze ich ein Girokonto bei einer Direktbank. Von diesem Konto gehen Daueraufträge ab um mein Notgroschen-, Taschengeld- und Cashkonto zu füllen. Außerdem werden auf diese Weise meine Investments, wie einen ETF-Sparplan, bedient. Mit dieser automatisierten Aufteilung kann ich Kosten, Konsum und Investitionen managen.

Notgroschenkonto

Dies ist das Konto, das dafür sorgt, dass ich ruhig schlafen kann. Einmal ausreichend gefüllt (3-6 Netto Monatsgehälter), dient dieses Geld mir dazu im Notfall zu helfen. Es sorgt dafür, dass ich in jedem Fall eine gewisse Zeit liquide bin und meine laufenden Kosten decken kann, sollte ich mal meinen Job verlieren oder einen anderen finanziellen Schaden erleiden. Hierfür nutze ich, das Tagesgeldkonto meiner Direktbank. Zinsen gibt es dort nicht, aber dieser Teil des Vermögens ist auch nicht dafür da, Rendite zu erwirtschaften.

Wer beim Blick auf das Girokonto immer auf seinen Notgroschen schielt und dazu verleitet wird ihn auszugeben, sollte überlegen, vielleicht ein extra Konto bei einer zusätzlichen Bank zu eröffnen, auf das man nicht regelmäßig schaut.

Taschengeldkonto

Für Spaß und Vergnügen überweise ich mir nur einen Teil meines Gehalts auf ein zusätzliches Girokonto. Ich nenne es Taschengeld, da es wie das Taschengeld, dass man von den Eltern als Kind bekommen hat auch mit diesem Geld machen kann was man will. Dieses Geld gebe ich für Konsum jeglicher Art aus: Abends in die Kneipe gehen, ein neues Paar Schuhe, ein neues Handy etc.

Investments

Dies ist eigentlich kein Konto, sondern kann ein ETF-Depot sein, ein Immobilienkredit, eine Einzelaktie etc. Der Geldstrom für meine Investitionen kommt direkt von meinem Gehaltskonto und ganz wichtig, immer am Anfang das Monat, nachdem das Gehalt angekommen ist.

Cashkonto

Das Geld meines Cash-Sparplans sammel ich persönlich bei meinem Broker. Das heißt, ich überweise jeden Monat automatisiert eine Summe X an den Broker, und eine Summe die kleiner ist als X wird in den ETF Sparplan investiert. Somit bleibt nach dem Sparplan immer noch etwas Geld übrig, das sich über die Monate anhäuft. Der Vorteil, wenn das Geld schon beim Broker geparkt ist, ist dass es eher zum investieren benutzt wird (und dafür auch direkt zur Verfügung steht), als wenn es auf einem Tagesgeldkonto liegt.


Mehrkontenmodell mit Partner

Damit Geld zu keinem großen Thema in deiner Beziehung oder deiner Ehe wird, muss es ein Thema werden. Nur wer sich einmal Gedanken als Paar zu diesem Thema gemacht hat, wird nicht mehr über Geld streiten müssen. Meine Empfehlung für Paar sieht wie folgt aus:

Die Gehälter von beiden Partnern gehen auf ein gemeinsames Gehaltskonto, von diesem Gehaltskonto füllt ihr eure Töpfe: Notgroschenkonto, Investitionen, Cashkonto. Damit jeder noch sein eigenes Geld zur Verfügung hat bekommt jeder Partner ein eigenes Taschengeldkonto. Mit dem Gehaltskonto können gemeinsame Ausgaben gedeckt werden und mit dem eigenen Taschgeldkonto bleiben beide finanziell frei und vor allem gleichberechtigt.

Selten sind die Einkommen beider Ehepartner gleich. Gerade die Familienplanung kann dazu führen, dass einer der beiden Partner weniger oder gar nichts mehr verdient. Mit dem oben beschriebenen Modell haben dennoch beide Partner die gleiche Summe Geld zur freien Verfügung. Einen sehr guten Artikel dazu findest du auch hier.